Am naechsten Tag sollte es zum Kloster Ganden Sumtseling gehen, dem wichtigsten in ganz Suedwest China! Im Hostel wurde uns empfohlen statt zu laufen, den Bus zu nehmen. Also setzten wir uns mutig in einen Bus ohne zu wissen wohin dieser eigentlich fahren sollte und wo wir auszusteigen hatten. Wir wussten lediglich, dass die Fahrt etwa 20 Minuten dauern sollte. Auf einem grossen Parkplatz angekommen, wurden wir aus dem Bus geworfen. Wir blickten uns um und waren uns ziemlich sicher, am falschen Ort gelandet zu sein. Wir sahen uns erneut um und gingen durch die einzige offene Tuer, die sich in einem nahe gelegenen Gebaeude befand. Wir erblickten eine grosse Empfangshalle und keine vier Sekunden im Gebaeudeinneren, wurden wir von einem Chinsen begruesst und zum Ticketschalter gelotst. Auf die Frage, wofuer wir eigentlich bezahlen sollten, zeigte er uns Bilder von dem Kloster, welches wir besichtigen wollten. Es befand sich zwei Kilometer entfernt. Also kauften wir reduzierte Tickets mit unseren Studentenausweisen bzw. einer log-in-Bescheinigung des ZDVs.
Der Shuttlebus fuhr uns geschwind zum Eingang des Klosters. Wir erblickten eine grosse Klosteranlage mit einem kleinen Dorf, welches sich unterhalb befand. Die Stufen zum Kloster empor forderten uns alles ab. Auf 3500 Metern brennt jede Stufe in der trockenen Lunge und in den geschundenen Beinen. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, war die Tatsache, dass die Klosteranlage derzeit renoviert wird und weite Teile mit Bauzaun abgeschirmt sind oder ein Kran das perfekte Bild vermasselt! Wir liessen uns den Spass aber nicht verderben und sahen uns in Ruhe um. Die zerfallene Altstadt erblickten und durchschritten wir auf dem Rueckweg, bevor wir um einen nahegelegenen Tuempel liefen um die gesamte Szenarie erblicken zu koennen. Der Bus wurde von uns am Strassenrand angehalten und so kamen wir nach etwa drei Stunden wieder in unserem Hostel an, muede aber zufrieden!
Nach einer kurzen Verschnaufpause wollten wir ein Internetcafe aufsuchen, welches wir aus dem Bus heraus gesehen haben. Aber beim Anblick unserer Paesse lachten die Chinesen und winkten ab. Wir nahmen unsere Paesse schimpfend entgegen, warfen den Chinesen noch einige boese Woerter an die hohlen Koepfe und machten uns auf den Weg zum Abendessen. Immer dieser Rassismus! Womit haben wir Deutsche das nur verdient? Wir wissen es nicht …
Das Abendessen verlief unspektakulaer und so auch der weitere Abend. Wir gingen frueh zu Bett um fit fuer den naechsten Tag und die anstehende Rueckfahrt nach Lijiang zu sein.