Nachdem wir wieder einmal die Leistungsfaehigkeit der chinesischen Standardtoilette zu stark strapaziert hatten, packten wir unsere Sachen, checkten aus dem Hostel aus und machten uns auf den Weg zum Busbanhof. Auch hier war der richtige Ausstieg nicht klar, sodass wir uns lediglich auf unser stark ausgepraegten Orientierungssinn verlassen mussten. Dank unserer aeusserst stark ausgepraegten Maennlichkeit stellte dies jedoch kein Problem dar. Am Busbahnhof wollten wir uns direkt auf die Suche nach dem Ticket-Office machen, wurden jedoch jaeh unterbrochen, als ein laut „Lijiang“ bruellender Busfahrer auf uns zugestuermt kam und uns zum Folgen noetigte. Micha erkannte ihn direkt, es war der Kotzebeutel schleudernde Busfahrer von der Hinfahrt. Sichtlich erfreut lotste er uns direkt zum Einstieg des Busses. Wir bezahlten schnell bei der Dame, die die Tickets kontrolliert und machten es uns in unseren breiten Ledersesseln bequem. Dass die Fahrt sicher und angenehm verlaufen wuerde, war uns schnell bewusst und wir vertrauten dem fahrerischen Koennen des altbekannten Duos. Kaum sassen wir im Bus, heulte der Motor auf und die Fahrt begann. Mit ordentlich Rueckenwind, viel bergab und weniger Verkehr kamen wir in rekordverdaechtiger Zeit in Lijiang wieder an. Mit dem Taxi ging es zurueck ins Panbas. Ganz klar, wir haben alles richtig gemacht!
Schlagwort: Klo
Lijiang – Teil 1
Nachdem wir am ersten Tag schon frueh ins Bett gegangen sind, wollten wir uns am naechsten Tag mit Jiao um 10 Uhr treffen. Da sie dann doch leider erst spaeter Zeit hatte, machten wir uns kurzerhand auf eigene Faust auf den Weg in die Stadt. Unser Ziel sollte KFC sein, da wir ohne Hilfe von Jiao im rein chinesischen Lijiang schlecht Essen bestellen konnten. Leider hat uns die Info von Jiao, dass der KFC am Eingang zur Altstadt sein soll, komplett in die falsche Richtung gefuehrt (auf der Karte war nur das Suedtor eingezeichnet und ausserdem hat ein Viertel auch mehrere Eingaenge). Also sind wir gut 1 1/2 Stunden wahllos durch die Stadt gelaufen, ohne auch nur in die Naehe eines KFCs zu kommen. Gluecklicherweise sprach ein junger Kiosk-Besitzer ein paar Brocken Englisch, sodass er uns die Richtung zum KFC auf unserer Karte zeigen konnte. Als wir schliesslich um kurz vor 12 beim KFC ankamen, trafen wir uns auch dort direkt mit Jiao. Nach einem kurzen Snack, den wir uns auch wahrlich verdient hatten, machten wir uns auf den Weg in ein Reisebuero, um Plaene fuer die kommenden Tage zu planen. Da die Region um Lijiang und insbesondere die Tigersprungschlucht koerperlich aeusserst anspruchsvoll ist und wir gesundheitlich angeschlagen waren, entschlossen wir uns leicht resignierend, zu zwei ruhigen Tagen in Lijiang. Da Jiao aus familiaeren Gruenden fruehzeitig wieder nach Dali musste, entschlossen wir uns, unser Hotel zu verlassen und in ein Hostel umzuziehen. Damit konnten wir wenigstens die Kommunikationssituation verbessern. Gluecklicherweise hat sich damit auch unsere sanitaere Situation verbessert, denn ein reinlicheres Hostel haben wir bisher noch nicht gesehen. Ausserdem konnte das Hostel mit vielen Tipps und netten Unterhaltungen aufwarten und hat damit unsere Herzen im Sturm erobert. Wer jemals in Lijiang sein sollte, muss unbedingt im Panbas absteigen. Hier wartet das beste und kompetenteste Personal und der verrueckteste Hund von ganz China auf den Besuch.
Unsere Tage verbrachten wir mit einigen Streifzuegen durch die Altstadt und einem Abendessen mit dem kompletten Personal des Hostels. Dabei haben wir auch von einem Australier einige kulinarische Tipps bekommen. Fuer den letzten Tag in Lijiang steht definitiv fritierte Libelle auf dem Speiseplan.
Nach unserem Abstecher nach Shangri-La freuen wir uns auf jeden Fall auf die Rueckkehr ins Panbas, unser zweites Zuhause.
Kniefall zu Warschau vs. Klo(um)fall zu Beijing
Kniefall in Warschau kann jeder … mit einem Klo in China (beinahe) umkippen nur ich! Man muss wissen, dass das chinesische Standardklo lediglich ein Loch im Boden mit einer geriffelten Oberflaeche (gegen Rutschgefahr) ist. Da in dem Hostel, in dem wir uns derzeit befinden allerdings ueberwiegend Europaer untergebracht sind und diese vermutlich ueber Toiletten mit unserem Standard verfuegen, hat man sich entschlossen ueber dieses Loch mit ein wenig Silikon eine westliche Schluessel zu montieren oder soll ich sagen notduerftig zu kleben … Da ich allerdings unnoetige Kontamination mit einem chinesischen Klo verhindern wollte, verlagerte ich mein Gewicht auf eine Koerperhaelfte, wodurch die Kloschuessel aus ihrer ‚Silikonhalterung‘ gerissen wurde und die gesamte Schuessel zu wackeln begann. Von da an waren ruhige und ueberlegte Bewegungen gefragt. Ich konnte die Situation retten, auch wenn ich schweissgebaded das Badezimmer verlassen habe … Puuhhh … China … immer fuer eine Ueberraschung gut!